Mehr als 6.000 Menschen leben in Berlin obdachlos auf der Straße, nicht zuletzt auch deshalb, weil sie zwangsgemeinschaftliche, fremdbestimmte Massennotunterkünfte als unzumutbar und menschenunwürdig ablehnen. In diesen Notunterkünften – die oft auch Orte der Gewalt sind – sind mehr als 55.000 wohnungslose Menschen untergebracht. Dafür gibt Berlin mehr als eine Million Euro aus – pro Tag. Sinnvoller, menschenwürdiger und letztlich auch preisgünstiger wäre es, diese rund eine halbe Milliarde Euro pro Jahr in soziale und bezahlbare Wohnungen für wohnungslose Menschen zu investieren, statt in Einrichtungen, in denen wohnungslose Menschen wohnungslos bleiben.
