Die in Berlin in einem Volksentscheid vor fünf Jahren beschlossene Vergesellschaftung der Bestände großer privater Wohnungsunternehmen könnte den Anstieg der Mieten merklich bremsen. Zu diesem Ergebnis kommt eine wissenschaftliche Studie der gewerkschaftsnahen Hans-Böckler-Stiftung. Allerdings könne sie das Hauptproblem des Berliner Wohnungsmarktes – den Wohnungsmangel – nicht nachhaltig lösen. Dafür bräuchte es Neubau von dauerhaft preisgebundenen Wohnungen in „großem Stil“, betonen die Autoren. Daher dürften die Kosten einer Vergesellschaftung, die in der Studie mit 13,5 Milliarden Euro beziffert werden, nicht zulasten eines entsprechenden Neubauprogramms gehen. Bei „kluger Ausgestaltung“ wäre das auch möglich.
