Seit der letzten bezirklichen Mitgliederversammlung herrscht bei der Bezirksgruppe Friedrichshain der Berliner MieterGemeinschaft (BMG) neuer Tatendrang. Dazu beigetragen hat sicherlich auch, dass die Zahl der BMG-Mitglieder im Stadtteil, die sich aktiv an der Arbeit der Bezirksgruppe beteiligen wollen, gestiegen ist. Gleich auf dem ersten Treffen nach der Versammlung hat die Bezirksgruppe ein ambitioniertes Arbeitsprogramm beschlossen. Es geht vor allem um die solidarische Unterstützung von Mieter/innen, deren Wohnungen in Eigentumswohnungen umgewandelt wurden. Wie relevant das Problem in Friedrichshain ist, wird an einem Schreiben des Baustadtrats von Friedrichshain-Kreuzberg vom 27. Januar deutlich, in dem viele Bewohner/innen des Stadtteils darüber informiert wurden, dass ihr Haus in Eigentumswohnungen umgewandelt wurde. In Friedrichshain betreffe dies „bereits 48% der Flurstücke“, heißt es in dem Schreiben. Mieter/innen betroffener Häuser sollen durch eine Veranstaltung angesprochen werden, die die Bezirksgruppe Friedrichshain am 1. Oktober um 19 Uhr in der Galiläakirche in der Rigaer Straße 9 unter dem Motto „Eigentümerwechsel kann jeden treffen“ durchführt. Die Veranstaltung soll für die Bezirksgruppe der Auftakt für einen längerfristigen Organisierungsprozess mit den von der Umwandlung betroffenen Mieter/innen sein. Viele bereits früher umgewandelte Häuser rutschen nach der in Milieuschutzgebieten vereinbarten Schonfrist von 7 Jahren 2026 in die Phase des freien Verkaufs. Das bedeutet, dass MieterInnen damit zu rechnen haben, dass Wohnungsbesichtigungen durch potentielle Käufer/innen anstehen können.
