MieterEcho: Sie organisieren sich seit 2018 gegen Eigen-
bedarfskündigungen. Was hat sich seitdem getan?
E3K: Unser Eindruck ist, dass die Zahl der Eigenbedarfskündigungen stetig steigt. Offizielle Zahlen gibt es nicht. Seit das Thema auch die Mittelschicht betrifft, erhält es mehr mediale Aufmerksamkeit. Dies bezieht sich meist auf vorgetäuschten Eigenbedarf. Wir erleben jedoch, dass mit dem Wohnungskauf versucht wird, sich ein Wohnrecht auf Kosten der Bestandsmieter/innen zu erkaufen. Bei den aktuellen Preisen und Zinsen ist eine Refinanzierung kaum zu realisieren, sodass das Argument Geldanlage, das Käufer/innen bei Wohnungsbesichtigungen oft erwähnen, unglaubwürdig ist.
Was raten Sie Betroffenen, die eine Eigenbedarfskündigung erhalten haben?
