Lange bevor die Initiative „Deutsche Wohnen&Co enteignen“ (DWE) mit ihrem Volksbegehren auf den Plan trat, das schließlich im September 2021 in einen erfolgreichen Volksentscheid mündete, gab es in Berlin bereits einen Versuch, mit einem Plebiszit in die Berliner Wohnungspolitik einzugreifen. Im März 2015 stellte die „Initiative Mietenvolksentscheid“ ihren Entwurf für ein Volksbegehren für eine umfassende Neuordnung der kommunalen Wohnraumversorgung und deren Überführung in eine Anstalt öffentlichen Rechts (AöR) vor. Die erste Hürde wurde nahezu spielend genommen, Ende Mai konnten dem Senat fast 50.000 gültige Unterschriften übergeben werden.

