Mit „The capital of private capital“ (Hauptstadt des privaten Kapitals) wirbt eine jährlich in Berlin stattfindende Konferenz von Finanzinvestoren. Unter dem Namen SuperReturn (Super-Rendite) findet sie vom 8. bis 12. Juni im Hotel InterContinental statt. Sie gilt mit 6.000 Teilnehmer/innen als weltgrößte ihrer Art und versammelt nach eigenen Angaben führende Akteure der Private-Equity-Branche mit einem verwalteten Vermögen von 50 Billionen US-Dollar.
Private Equity bezeichnet außerbörsliches Eigenkapital, mit dem Investoren sich direkt an nicht börsennotierten Unternehmen, etwa in der Gesundheitsversorgung, Infrastruktur, Rüstung, Agrarflächen oder Immobilien, beteiligen, um sehr hohe Renditen zu erzielen. Sie setzen dabei auf kurzfristige Gewinnmaximierung und drastische Kostensenkungen etwa durch Arbeitsplatzabbau. Der Verein Bürgerbewegung Finanzwende kritisiert an den Immobilieninvestitionen vor allem die angestrebte Renditeoptimierung um jeden Preis, sei es durch Mieterhöhungen, Vernachlässigung oder Umwandlung in Eigentumswohnungen.

