Mit Empörung haben Mieter- und Sozialverbände sowie die Oppositionsparteien Linke und Grüne auf Pläne von Bundesbauministerin Verena Hubertz (SPD) reagiert, drastische Einschnitte beim Wohngeld vorzunehmen. Ein endgültiges Konzept für die „Umstrukturierung“ genannten Sparpläne soll im Herbst vorgelegt werden. Im Gespräch ist laut Berichten, dass der Bundesanteil beim Wohngeld von 2,4 auf 1,4 Milliarden Euro pro Jahr gekürzt wird.
Wohngeld ist ein staatlicher Zuschuss für Haushalte mit geringem Einkommen, die ihre Miete nicht allein tragen können. Nach der letzten Wohngeldreform 2023 war die Zahl der berechtigten Haushalte stark gestiegen, da Einkommensgrenzen und die zuschussfähigen Mieten und Nebenkosten neu berechnet wurden. Derzeit beziehen rund 1,25 Millionen Haushalte Wohngeld, nach Schätzungen wären weitere 6-700.000 Haushalte dazu berechtigt. Generell keinen Wohngeldanspruch haben u. a. Bezieher von Grundsicherungsleistungen sowie Studierende und Auszubildende, die Bafög oder Berufsausbildungsbeihilfe erhalten, die dabei bereits ein Anteil der Wohnkosten berücksichtigt ist.
