Auch bei Leerstand lässt der Berliner Senat den landeseigenen Wohnungsbaugesellschaften freie Hand.
Bei den landeseigenen Wohnungsunternehmen stehen tausende Wohnungen "vermarktungsbedingt" und "modernisierungsbedingt" leer. Mit dem "Mietenbündnis für soziale Wohnungspolitik und bezahlbare Mieten"wollte die SPD/CDU-Koalition der rot-roten Hinterlassenschaft eines angespannten Wohnungsmarktes begegnen. Doch statt einer bedarfsorientierten Vermietungspraxis verlangt der Senat von den Gesellschaften vor allem unternehmerisches Handeln.
Wer eine Wohnung sucht hat wenig Auswahl. Sagt ein Angebot zu, dann ist der Mietpreis immer seltener erschwinglich. Das gilt auch insbesondere auch für die landeseigenen Wohnungsbaugesellschaften. Mehr noch: Ob HOWOGE, Gesobau, Gewobag, DEGEWO, die Wohnungsbaugesellschaft Mitte (WBM) oder Stadt und Land, die ursprünglich zum Zweck der sozialen Wohnraumversorgung für untere Einkommensbezieher/innen und als Korrektiv gegen Exzesse auf dem Wohnungsmarkt etablierten Unternehmen heizen die Entwicklung sogar noch an - mit 5,60 Euro pro qm2 und Monat nettokalt liegen die Durchschnittsmieten bei den städtischen Unternehmen immer noch über denen selbst des soeben vorlegten neuen Mietspiegels.




