Die Berliner S-Bahn war einst ein sehr zuverlässiges Unternehmen der städtischen Daseinsvorsorge. Sie ist aus dem Berliner Alltag ebensowenig wegzudenken wie die BVG. Doch seitdem die Deutsche Bahn AG (als Mutterkonzern der S-Bahn Berlin GmbH) auf Privatisierung getrimmt wird, erlebt die Berliner S-Bahn einen fortwährenden Raubbau. Die massiven Einschränkungen im Fahrangebot seit 2009 sind nur die Spitze des neoliberalen Eisberges, der Gewinnorientierung vor zuverlässigen Betrieb stellt.
Mittels Privatisierung gegen die Folgen der Privatisierung?
Als Reaktion auf die Berliner S-Bahn-Krise wird von liberalen Kreisen immer wieder die privatwirtschaftliche Ausschreibung des S-Bahn-Angebots gefordert, da Konkurrenz das Geschäft belebe. Die Berliner Grünen sind ganz vorne dabei bei solcherlei Unsinn, der den Teufel mit dem Beelzebub auszutreiben versucht, aber die eigene Klientel fährt anscheinend darauf ab. Dabei ist doch klar: Die S-Bahn wieder in städtische Hand, damit dauerhaft ein zuverlässiger Betrieb gewährleistet werden kann.




