Günstige Mietwohnungen verschwinden, die Gentrifizierung nimmt zu
Im Wettbewerb um Touristen aus aller Welt sprießen Hotels, Hostels und Ferienwohnungen in angesagten Berliner Stadtteilen aus dem Boden. Bewohner/innen „touristifizierter“ Kieze zeigen sich zunehmend genervt von der damit einhergehenden Lärmbelästigung und der Verschmutzung des öffentlichen Raums. Bei Ferienwohnungen wird oftmals Wohnraum zur Unterbringung der Hauptstadtgäste (illegal) umgenutzt, was angesichts des immer knapper werdenden Angebots insbesondere kleiner Wohnungen die Mieten steigen lässt.
Während der Geschäftsführer der Berlin Tourismus Marketing GmbH (BTM), Burkhard Kieker, angesichts des öffentlichen Drucks abwiegelt und verlauten lässt, Touristenströme ließen sich in einer Weltstadt wie Berlin nun einmal nicht regulieren, versucht die rot-rote Koalition kurz vor den Wahlen, sich mit der Ankündigung von Gesetzen zur Eindämmung von Ferienwohnungen zu profilieren. So hoffen die Regierenden, ihre wohnungspolitische Untätigkeit kaschieren zu können, indem sie die Wiedereinführung des Zweckentfremdungsverbots in denjenigen Stadtteilen erwägen, in denen sich die Umnutzung von Wohnraum in Ferienappartements häuft.




