Montag, 15.7., 07:30 Uhr pünktlich, Pillnitzer Weg 15, Spandau* Staaken in Spandau, Pillnitzer Weg. Hunderte Mietwohnungen im Block.
Früher städtischer Wohnungsbau bei der Degewo, vor einigen Jahren
verscherbelt, viele Eigentümerwechsel, jetzt ist die Ypslion
Liegenschafts-Verwaltungs GmbH im Besitz. Mit den privaten Eigentümern
kamen die Probleme. In den Häusern wurde nichts mehr gemacht, die Mieten
dafür angezogen. Entmietet wird, wo es nur geht. Der Mieter_innenwechsel
ist hoch, der Leerstand auch. Der Neuvermietungspreis hat jetzt 13€/qmwarm erreicht. Für die Ypsilon heißt das Profit, für die Mieter_innenStress und Verdrängung.Tom wohnt seit 11 Jahren in Staaken und ist dort bei derMieter_inneninitiative. Er engagiert sich gegen die Zustände, informiertseine Nachbarschaft und schreibt einen kleinen Artikel im Lokalblatt derLinken. Für die Ypsilon wird er so zum Problem. Es folgen acht fristloseKündigungen, bis eine Räumungsklage erfolgreich durchgesetzt werden kann.Auch die Arbeit der Mieter_inneninitiative wird verhindert.Drei Tage vor der Zwangsräumung gibt es von Tom und Bündnis nochmal denVersuch eines Gesprächs mit der Ypslion vor Ort. Die Tür bleibt zu, eswird mit der Polizei gedroht. Die Zwangsräumung am Montag solldurchgezogen werden. Tom wünscht sich, dass das nicht ohne Öffentlichkeit,Protest und Widerstand passiert. Er will ein Zeichen setzen gegen hoheMieten und Verdrängung. Und er will natürlich sein Zuhause behalten. Fürihn bedeutet diese Zwangsräumung den Gang in die Obdachlosigkeit.Kommt am Montag nach Spandau. Keine Zwangsräumung still und leise.




