Am kommenden Freitag sollen GSW-Wohnungen an die Börse
Ein Jahr nach dem gescheiterten Börsengang wollen Cerberus und Goldman Sachs die GSW am 15. April endgültig an die Börse bringen und noch einmal richtig Kasse machen. Wurde das Unterfangen vor einem Jahr von unruhigen Finanzmärkten und der unklaren Refinanzierungssituation der GSW vereitelt, sieht es 2011 besser aus. Hilfreich an der Seite der Finanzinvestoren steht ein weiteres Mal das Land Berlin, in diesem Fall mit einem millionenschweren Kredit der landeseigenen Investitionsbank Berlin (IBB).
Zu einem Einstiegspreis zwischen 19 und 23 Euro sollen ab kommenden Freitag GSW-Aktien an der Börse gehandelt werden. Sollte der Verkauf des Papiers gut laufen, könnten für Cerberus und Goldman Sachs über 500 Millionen Euro dabei raus springen. Das wären runde 100 Millionen Euro mehr, als das Land Berlin bei der Privatisierung vor sieben Jahren einnahm. 2004 zählte der Bestand der GSW allerdings noch 65.000 Wohnungen, also gut 16.000 Wohnungen mehr als zum heutigen Zeitpunkt. Ebenfalls drastisch verringert hat sich die Zahl der bei der GSW Beschäftigten. Verdienten vor zehn Jahren noch über 1000 Beschäftigte ihren Lebensunterhalt bei der damals größten landeseigenen Wohnungsbaugesellschaft, sind es heute keine 600 mehr. Erhöht haben sich bei der GSW dafür die Mieten, von durchschnittlich knapp vier in 2003 auf 4,90 Euro pro Quadratmeter in 2010.




