Mietpreisexplosion, Verarmung breiter Teile der Bevölkerung und Fehlentscheidungen bei Hartz IV. führen zu einem drastischen Anstieg der Wohnungslosigkeit. Dachverband der Wohnungslosenhilfe fordert Mietpreisbremse, eine soziale Wohnungsbaupolitik und mehr Prävention.
Die Zahl der Wohnungslosen in Deutschland hat in den letzten beiden Jahren drastisch zugenommen. Darauf hat die Bundesarbeitsgemeinschaft Wohnungslosenhilfe (BAG W) hingewiesen. Waren es 2010 noch 248000 Menschen, die ohne eigenes Dach über den Kopf leben mussten, erreichte die Zahl 2012 bereits 284000 - ein Anstieg von 15 Prozent.
Insgesamt beziffert die Arbeitsgemeinschaft 65000 neue Wohnungsverluste. Ein Anstieg ist mit ca. 25000 (38 Prozent) vor allem durch "Zwangsräumungen" zu verzeichnen. Darüber hinaus hätten rund 40000 "kalte" Wohnungsverluste stattgefunden. Davon sprechen Experten, wenn es zu keiner behördlichen Massnahme kommt, sondern die Betroffenen die Wohnung bereits vor einem drohenden Räumungsverfahren verlassen haben.




