Der Berliner Wohnungsmarkt wurde in den letzten Jahren vollkommen verändert. Die traditionelle Wohnungswirtschaft, die Wohnungen baute, verwaltete und vermietete, existiert nicht mehr oder nur noch rudimentär. An ihre Stelle ist ein ausschließlich profitorientierter Wohnungshandel getreten.
Wohnungen werden wie Aktien ge- und verkauft, sie fungieren als Sicherheiten für Verbriefungen, sie sind Teil des Finanzmarktkapitalismus wie die staatlichen Schuldverschreibungen. Eine perverse Entwicklung der sich trotz Finanzkrise noch immer keine spürbare Gegenkraft in den Weg stellt.
In Berlin hat die politische Führung nicht nur dafür gesorgt, dass diese neuen verwertungsorientierten Eigentümer besonders gute d.h. profitable Bedingungen für ihre Transaktionen finden, sie hat die Stadt auch als Verwertungsobjekt europa-, ja weltweit permanent marktschreierisch angepriesen.




