Strom- und Energiekosten werden für viele Haushalte zum existenziellen Risiko.
Die explodierenden Kosten für Energie entwickeln sich zu einem Armutsrisiko. Der Begriff „Energiearmut“ macht die Runde. Doch anstatt den Zugang zu Strom und Heizenergie als Teil der Daseinsvorsorge zu begreifen, werden durch einen zweigeteilten Markt Wirtschaftsunternehmen von der Politik privilegiert und private Haushalte belastet.
Auch in diesem Winter werden die Heizkosten in den Portemonnaies der privaten Haushalte erheblich zu Buche schlagen. Die Preise sind in den vergangenen Jahren geradezu explodiert. Im Durchschnitt mussten private Haushalte zwischen 2002 und 2012 für Raumwärme und Warmwasser einen Preisanstieg um 43% verkraften, während die Nominallöhne im gleichen Zeitraum um lediglich 17% stiegen. Für die Versorgung mit Strom müssen Verbraucher/innen mittlerweile erhebliche Beträge bezahlen. Nach Angaben des Statistischen Bundesamts hat sich seit dem Jahr 2000 der Preis fast verdoppelt. Vor allem in den Jahren 2011 und 2013 sind die Kosten regelrecht in die Höhe geschossen. Allerdings nur für private Haushalte. Die Industrie bleibt von den Aufschlägen weitestgehend verschont. Ein Hintergrund der extremen Preissprünge ist die Umlage zur Förderung der erneuerbaren Energie (Seite 6). Der sich dadurch entwickelnde zweigeteilte Markt privilegiert die einen und belastet die anderen – so will es der Gesetzgeber.




