Am Mittwoch, dem 04. September 2013 um 11 Uhr besuchen Mieterinnen und Mieter die KfW Bank in der Charlottenstr. 33 in Berlin-Mitte.
Die Bank vergibt seit Jahren Kredite bei Wohnungsmodernisierungen ohne
dabei ihre eigens dafür aufgestellte Sozialcharta zu berücksichtigen.
Kein Problem, die Mieterinnen und Mieter tragen die Sozialcharta im
Wortlaut zurück in die Bank, wo sie ihren eigentlichen Hauptwohnsitz hat.
Vielleicht müssen in den hektischen Tagen, Monaten und Jahren der Krise
die Finanzgeschäfte auch auf das Wesentliche reduziert werden. So eineSozialcharta stört da nur. Aber pfiffige Mieter wollen ihrInformationsfreiheitsgesetz nutzen und nachfragen. Dafür hatte die Bankbisher keine Zeit. Da helfen die MieterInnen aus. Sie haben sich nunselbst organisiert.Am 04. September um 11 Uhr werden sie mit einem mobilen Büro vor der Bankstehen.Am mobilen Büro kann man sich über die bisher öffentlich gewordenen Fälleinformieren und auch selber Auskunft über die eigene Modernisierung mitHilfe der Kredite der KfW bekommen. Wikileaks macht es möglich, dass dieKreditvergabe der letzten 15 Jahre auch einer sich zunehmend dafürinteressierenden Öffentlichkeit zur Selbstkontrolle zur Verfügung gestelltwerden kannDadurch können auch sie ihre Modernisierung zurückverfolgen. Hier nur zweiBeispiele:- Die DEGEWO hat in den letzten 10 Jahren ca. 20 Tausend Wohnungenmodernisiert. Dazu nutzte sie Kredite der KfW Bank ohne dass diesemietmindernd bei der Umlage der Kosten auf die Miete berücksichtigtwurden. Sicher war es dem Geschäftsführer der DEGEWO und ehemaligemStaatssekretär Herrn Bialka zu viel Rumrechnerei. Auch ist er jaangehalten, möglichst hohe schwarze Zahlen aus seinerWohnungsbaugesellschaft zu ziehen, denn der Bankenskandal belastet denLandeshaushalt Berlins immer noch. Aber es ist dann doch einem Mieteraufgefallen. Der hat das durch geklagt und Recht bekommen und nun liegtdas Grundsatzurteil für alle interessierten Mieter zur Nachahmung vor Ortim mobilen Büro kopiert bereit.- Die MieterInnen aus der Fulda-Weichsel Straße haben die Sozialchartaauch ernst genommen und die Auswirkungen der Sanierung in ihrem Haus damitverglichen, wofür die Kredite vergeben wurden. Auch in diesem Fall klafftzwischen Anspruch und Wirklichkeit eine große Lücke. Was als energetischeSanierung deklariert und gefördert, entpuppt sich als Förderung für dasFernheizkraftwerk Neukölln. Energetische Sanierung bringt keineklimatische Verbesserung, sondern ist ein riesigesAuftragsbeschaffungsprogramm für die Industrie gefördert durch KfW. Auchhier haben die MieterInnen einen spannenden Bericht vorgelegt, der dieAuswirkungen auf jeden Haushalt beschreibt. Ein Bericht, der zurNachahmung einlädt.Am Mittwoch, den 04. September wird angesichts der sozialen Auswirkungender kreditfinanzierten Gewinnblase eine Kundgebung rund um das mobile Bürozur Selbstorganisierung der MieterInnen stattfinden. Wir wollen keineChance vergeben, den Parlamentarismus und die demokratische Grundordnungzu nutzen, um die KfW in ihre sozialen Grenzen zu weisen. Was für die Bankdie Gewinne ist für die Mieterinnen und Mieter ihre Existenz.Bündnis Zwangsräumung VerhindernDavid Schuster, Sara Walther0176 - 92810634http://zwangsraeumungverhindern.blogsport.deFacebook:http://www.facebook.com/pages/Zwangsräumung-Verhindern/540700815957856Twitter: http://twitter.com/WirKommenAlle




