Bund erarbeitet Studie zur baulichen Verdichtung in ehemaliger Alliiertensiedlung Cité Pasteur. Schließung des Flughafens Tegel öffnet auch neue Flächen für Wohnungsbau. [Jörn Boewe]
460 Hektar, gut viereinhalb Quadratkilometer, misst das Gelände des Flughafens Tegel. Auf knapp der Hälfte, 220 Hektar, würde der Berliner Senat gern Hi-Tech-Industrien ansiedeln. Aber auch eine Wohnnutzung ist vorgesehen, auf drei Teilflächen: der Cité Pasteur am südöstlichen Rand, der »Flughafenspitze«, direkt im Osten am Ende der Start- und Landebahnen und im heute noch militärisch genutzten Bereich im Nordosten.
Das Café »Zum Hangar« am Kurt-Schumacher-Damm 42-44 ist einer der Orte, wo das alte Westberlin weiterlebt. Hier wird dienstags der halbe Liter Bier vom Fass für zwei Euro gezapft. Auf dem Gelände an der Ostspitze des Flughafens Tegel, nur 50 Meter vom Kurt-Schumacher-Damm, hat der Verein »Alliierte in Berlin e. V.« jede Menge historischer Militärtechnik, Uniformen und anderer Devotionalien zusammengetragen. »Für die nächsten fünf Jahre können wir hier bleiben«, sagt die Frau hinterm Tresen. »Aber wer weiß, ob der Flughafen überhaupt geschlossen wird.«




