Laut einer gemeinsamen Erhebung der Bundesagentur für Arbeit, dem Deutschen Landkreistag und dem Statistischen Bundesamt zum Umfang der Arbeitslosigkeit befindet sich fast jede/r fünfte Arbeitnehmer/in an der Spree (17,2%) nicht in einem Beschäftigungsverhältnis. Damit ist Berlin die Hauptstadt der Langzeiterwerbslosen.
Zum Vergleich: Der bundesweite Durchschnitt der Hartz-IV-Empfänger/innen an der Bevölkerung lag im Juni 2013 bei 7,7 Prozent. Angesichts der rasant steigenden Mietpreise stellt sich damit vor allem eine Frage: Wie lange können Haushalte, die nicht zu den Selbstzahler/innen gehören und auf die Übernahme der Kosten der Unterkunft durch die JobCenter angewiesen sind noch in ihren angestammten Wohnungen und damit in ihrem sozialen Umfeld verbleiben. Zwar treten mit dem 1. August die Neuregelungen im Zusammenhang mit der Wohnaufwendungenverordnung (WAV) in Kraft. So steigen die monatlichen Zuschüsse im Schnitt zwischen 21 Euro für einen Ein-Personen-Haushalt und 26 Euro für eine fünfköpfige Familie. Ein Vier-Personen-Haushalt erhält dagegen im Schnitt sogar nur vier Euro mehr. Einem Einpersonenhaushalt werden demnach durchschnittlich 415 Euro (statt 394 Euro) monatlich für Miete und Heizung erstattet. Ein Elternpaar mit zwei Kindern erhält im Durchschnitt 669 Euro (vorher 665 Euro).




