In der ersten Jahreshälfte hat es laut Bundesamt für Bau-, Stadt- und Raumforschung (BBSR) acht Transaktionen von Wohnungspaketen von mehr als 10.000 Wohnungen gegeben und insgesamt 22 von Paketen mit mehr als 800 Wohnungen. 236.000 Wohnungen wurden demnach bundesweit in größeren Paketen verkauft, 2014 könnte der Handel damit wieder ähnliche Größenordnungen wie in den Jahren 2004 und 2005 erreichen, wo jeweils über 350.000 Wohnungen gehandelt wurde. Nur in den Jahren 2008 bis 2010 war der Wohnungshandel aufgrund der Finanzkrise eingebrochen. Die Großtransaktionen sind in diesem Jahr vor allem darauf zurückzuführen, dass verschiedene Finanzinvestoren ihre Wohnungsbestände an der Börse verkaufen. Goldman Sachs stieg bei der LEG Immobilien AG aus, die Fortress Investment Group bei der GAGFAH Group und Terra Firma Capital Partners bei der Deutschen Anningtion. Das bedeutet, dass bei diesen Transaktionen nicht ein konkretes Wohnungspaket den Besitzer wechselte, sondern prozentuale Anteile an einem bestimmten Unternehmen, die wiederum in eine Zahl von Wohnungen umgerechnet werden können. Zudem tätigte die Deutsche Annington mit über 30.000 Wohnungen Zukäufe in Schleswig-Holstein, Bremen und Nordrhein-Westfalen, die Dewag GmbH mit 11.500 Wohnungen wurde komplett von einem US-amerikanischen Investor übernommen. Seit 2011 gewinnt der Börsenhandel mit Wohnungen immer mehr an Bedeutung, beteiligt daran sind u.a. die GSW Immobilien AG, die GAGFAH Group, die Deutsche Annington SE und die LEG Immobilien AG.




