„Umweltschonend und bezahlbar“ soll sie laut Angela Merkel sein – tatsächlich ist die derzeit vorangetriebene Energiewende ökologisch zweifelhaft und sozial unverträglich. [Hermann Werle]
Die Nutzung erneuerbarer Energien und Energieeinsparung sind die zentralen Elemente der Energiewende – das ist allgemeiner Konsens. Bei den Fragen, welches die geeigneten Maßnahmen sind, und wie diese finanziert werden sollen, endet die Einigkeit. Nach den Planungen der Bundesregierung werden neue Kohlekraftwerke ans Netz gehen und Unternehmen von weiteren Subventionen profitieren. Den Forderungen der Industrie entsprechend sollen die Kosten der Energiewende auf die Privathaushalte abgewälzt werden.Neben den erneuerbaren Energien wolle die Bundesregierung den Gebäudebereich „als zweite wichtige Säule der Energiewende verankern“, so die Bundesminister Philipp Rösler (FDP) und Peter Altmaier (CDU) anlässlich einer Konferenz des Bundesverbands der Deutschen Industrie (BDI) im vergangenen September. Die BDI-Initiative „Energieeffiziente Gebäude“ kann diese Zusicherung als Erfolg verbuchen, da ihr Ziel einzig darin besteht, das Thema der energetischen Gebäudesanierung „prominent in der politischen Diskussion zu platzieren“, wie es in einer Mitteilung des BDI heißt. Weit weniger prominent konnte das Forum Ökologisch-Soziale Marktwirtschaft (FÖS) eine ganz andere Botschaft platzieren: „Immer wieder müssen die erneuerbaren Energien als Preistreiber herhalten, dabei sind sie schon heute günstiger als Kohle und Atom.“ In der Studie „Was Strom wirklich kostet“ rechnet das FÖS vor, dass die erneuerbaren Energien nicht annähernd so viel staatliche Förderungen erhalten wie die konventionellen Energien (Seite 8).




