Dramatische Entwicklung am Berliner Wohnungsmarkt
Die Mieten in Berlin steigen rasant. Spätestens seit der Veröffentlichung des Wohnungsmarktberichts 2010 der Investitionsbank Berlin-Brandenburg (IBB) ist das Thema
steigende Mieten
mit überdeutlichen Zahlen unterfüttert, die sich auf den gesamten Wohnungsmarkt der Stadt beziehen und nicht nur auf eine erlebbare Knappheit in einigen Stadtteilen. Wer eine neue Wohnung sucht, muss inzwischen mit deutlich höheren Mieten rechnen als noch vor fünf Jahren. Denn seit Anfang 2007 gibt es hier stadtweit einen spürbaren Anstieg der Angebotsmieten am Wohnungsmarkt, und dieser Anstieg hat sich seit Ende 2009 deutlich beschleunigt.
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Das Wohnungsangebot
Mit dem Wegfall jeder Wohnungsbauförderung ist der Wohnungsneubau in Berlin Ende der 90er Jahre und um die Jahrtausendwende nahezu zum Erliegen gekommen.
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Mit dieser kläglichen Zahl neu gebauter Wohnungen pro Jahr werden vermutlich noch nicht einmal jene Wohnungen ausgeglichen, die durch Verfall oder Abbruch dem Wohnungsmarkt nicht mehr zur Verfügung stehen. Das Problem wird noch größer, weil kleine Wohnungen im Zuge von Modernisierungen zusammengelegt werden und weil zahlreiche Wohnungen umgenutzt werden, ob nun zu Büros oder gewerblich genutzten Ferienwohnungen.
Die Wohnungsnachfrage
Dem sinkenden Wohnungsangebot steht jedoch eine schnell steigende Nachfrage gegenüber. Das liegt nicht nur an der steigenden Einwohnerzahl Berlins, sondern – in viel höherem Maße – an der sinkenden Haushaltsgröße und dem daraus hervorgehenden Anstieg der Haushalte.
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So entwickelt sich das Verhältnis von Wohnungen zu Haushalten immer ungünstiger: Immer mehr Haushalte tummeln sich auf einem tendenziell schrumpfenden Wohnungsmarkt. Die Wohnungsversorgung verschlechtert sich.
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Der Markt regelt den Preis...
Schlecht ist diese Entwicklung für die Mieter/innen, nicht aber für die Eigentümer. Denn auf einem engeren Markt lassen sich immer höhere Mieten durchsetzen. Und das geht tatsächlich, da die soziale Polarisierung, also der Abstand zwischen Reichen und Armen, zunimmt.



