Seit Samstag ist die ehemalige Gerhard-Hauptmann-Schule in der Ohlauer Straße im Kreuzberger „Reichekiez“ besetzt. Dafür hatten sich Flüchtlingsgruppen mit einer Initiative für ein Soziales Zentrum in Kreuzberg zusammengeschlossen.
Die Flüchtlingsgruppen sind Teil der Protestcamps am Oranienplatz und am Brandenburger Tor, die sich gegen miserable Flüchtlingsunterkünfte, gegen drohende Abschiebungen und gegen die drangsalierende Residenzpflicht wenden. Sie fordern ein Winterquartier für das Protestcamp und haben frei stehende Räume im eigentlichen Schulgebäude besetzt.
Ein kleinerer Pavillonbau soll hingegen zum „Sozialen Zentrum“ werden. Die dahinter stehende Initiative sieht den Bedarf an einem barrierefrei zugängigen Veranstaltungsort für Beratungsangebote wie Mieterberatungen, für Versammlungen, Filmvorführungen, Kulturveranstaltungen und als Treffpunkt für im Kiez aktive politische Gruppen. Gerade die steigenden Kreuzberger Mieten werden als Grund genannt, dass jenseits des zunehmenden kommerziellen Drucks dringend Räume im Stadtteil benötigt würden, die für alle frei zugänglich und nutzbar sein.




