Der heute veröffentlichte Marktmonitor des BBU stellt die Entwicklung der Neuvertragsmieten in den Vordergrund. Dazu wurden nicht nur die Daten der Mitgliedsunternehmen gesammelt, sondern zum ersten Mal auch die Vertragsabschlüsse anderer Marktteilnehmer. Die BBU-Unternehmen vermieteten im zurückliegenden Jahr, so Maren Kern, BBU-Vorstand, für durchschnittlich 5,60 Euro nettokalt, während auf dem Gesamtmarkt durchschnittlich 6,74 Euro verlangt wurden.
In einzelnen Bezirken ist die Differenz wesentlich höher. Friedrichshain-Kreuzberg hat sich mit 7,77 Euro zum teuersten Bezirk Berlins entwickelt, die BBU-Unternehmen liegen mit 5,97 Euro um fast 30% darunter. Bedauerlich ist, dass Frau Kern die qualitativen Unterschiede der Wohnungsangebote dabei unberücksichtigt ließ. Während die freien Vermieter weitgehend die z.Zt. besonders nachgefragten und von spekulativ gesonnenen Investoren erworbenen Altbauten anbieten, besteht der größte Teil der Bestände des BBU aus ehemaligem Sozialen Wohnungsbau. In Anbetracht der vergleichsweise noch immer schwächeren Nachfrage in diesem Segment ist auch hier die BBU-Steigerung nicht unerheblich und es kann wohl bezweifelt werden, ob die immer wieder von Frau Kern betonte mietpreisdämpfende Wirkung wirklich von den BBU-Unternehmen ausgeht. Insofern ist auch der Hinweis, dass gerade in den nachgefragtesten Bezirke die Beständen der BBU-Unternehmen die geringste Steigerung ausweisen, sehr relativ.




