Pressemitteilung 14.02., 9:30 Uhr
Mehrere hundert Polizisten, gesperrte Straßen und U-Bahn, Hubschrauber,
Polizistengruppen vor etlichen Hauseingängen, brutale Räumung der
Sitzblockaden, Festnahmen, mehrere Verletzte durch Pfefferspray und
Prügelattacken. Berliner Politik und Polizei beantworten
Mieter_innenproteste mit einem Ausnahmezustand in Kreuzberg.
Selbst die Anwesenheit von Anwälten, dem „Arbeitskreis Kritischer
JuristInnen“ und des Grundrechtekomitees beeindruckten die Polizei nicht
im geringsten.
Trotz dieses unglaublichen Vorgehens waren ca. 800-1000 Menschen nichtgewillt ihren Protest gegen hohe Mieten, Verdrängung und Zwangsräumungaufzugeben. Sie blockierten weiterhin mehrere Stunden die Lausitzer Straßeum der Gerichtsvollzieherin den Zugang zum Haus zu verwehren.So war es der Polizei nicht möglich die Gerichtsvollzieherin auf direktemWeg ins Haus zu bringen. Sie versuchten sie mit einer Polizeiuniform zutarnen und musste sie auf Umwegen über Hinterhöfe in die Lausitzer Straße8 bringen. Der eigentliche Akt der Zwangsräumung ging dann in wenigenMinuten vor sich.Obwohl der Aktionskonsens des Bündnisses lautete „Von uns geht keineEskalation aus“, hat die Berliner Polizei angesichts der großen Proteste,die Verhältnismäßigkeit des Einsatzes staatlicher Gewalt weit übertrieben.Die massenhafte Teilnahme an den Protesten zeigt aber dass die Menschensich davon nicht abschrecken lassen. Zur Zeit sammelt sich die Wut und derProtest auf der Straße.Bündnis Zwangsräumung verhindernSara Walther, David Schuster0176 928 106 34




