Angesichts der angespannten Marktlage auch für Studierende will ein privater Investor mit Container-Wohnungen Kasse machen.
Auf einem 11.000 Quadratmeter großen Grundstück in Plänterwald, einem Ortsteil im Bezirk Treptow/Köpenick,
will ein privater Investor Wohnungen nach dem Baukasten-Prinzip errichten. Zielgruppe des bundesweiten Modellprojektes für die Container-Kolonie sind die Student/innen an der Spree, die aufgrund der Mangellage auf dem Wohnungsmarkt mittlerweile auf nahezu jede Behausung angewiesen sind.
Für die rund 160.000 Student/innen an der Spree existieren knapp 9.500 Wohnheimplätze -nach Bremen die zweitschlechteste Versorgungsquote. Um zumindest zum Bundesdurchschnitt aufzuschließen, sei allein in Berlin die Errichtung von mindestens 5000 neuen Wohnheimplätzen erforderlich, waren sich der Regierende Bürgermeister Klaus Wowereit (SPD) und die Geschäftsführerin des Studentenwerks, Petra Mai-Hartung, Anfang April einig. Weil der Senat die Entwicklung der vergangenen Jahre verschlafen hat und trotz des enormen Zuzugs u.a. von Student/innen auf die mangelnde Angebotssituation auf dem Wohnungsmarkt insgesamt und für Studierende im Speziellen nicht reagiert hat, wittern nun private Investoren die Chance ein weiteres Geschäftsfeld auf dem Wohnungsmarkt zu etablieren: Wohnen im Container, bisher vor allem bekannt und kritisiert im Zusammenhang mit der Unterbringung von Flüchtlingen und Obdachlosen. Die Firma "Presto 46. Vermögensverwaltung GmbH" errichtet auf einem 11.000 Quadratmeter großen Grundstück an der Eichbuschallee im Bezirk Treptow gleich ein ganzes "Containerdorf".




